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Kinderkonzert

Repertoireliste

Programmvorschlag

 

Repertoireliste

Erwin Schulhoff (1894-1942) Concertino per Flauto, Viola e Contrabasso (1925)
Willem Pelemans (1901-1991) Trio für Flöte, Viola und Kontrabass
Michael Haydn (1737-1806) Divertimento für Flöte, Viola und Kontrabass
Johann Matthias Sperger (1750-1812) Trio D-Dur für Flöte, Viola und Kontrabass
Walther Aeschbacher (1901-1969) Trio op. 72 für Flöte, Viola und Kontrabass (1961)
Johann Georg Albrechtsberger (1736-1809) Partita D-Dur für Flöte, Viola d'amore und Kontrabass
Raymond Chevreuille (1901-1976) Trio op. 90 für Flöte, Viola und Kontrabass (1968)
Pierre Max Dubois (1930-1995) 5 Mouvements Brefs für Flöte, Viola und Kontrabass (1970)
Jens Josef (*1967) Musik für Flöte(n), Viola und Kontrabass nach dem Bild von Pablo Picasso "Bildnis seiner kleinen Tochter"

Uraufführung durch La Picassola

 
Franz Anton Hoffmeister (1754-1812) Drei konzertante Duos für Flöte und Viola
Francois Devienne (1759-1803) Drei Duos op. 5 für Flöte und Viola
Malcolm Arnold (*1921) Duo op. 10 für Flöte und Viola (1946)
Willy Hess (1906-1997) Duo op. 89 für Flöte und Viola (1977)
Edison Denissow (1929-1996) Duo für Flöte und Viola (1989)
Johann Nepomuk David (1895-1977) Sonate op. 32/1 für Flöte und Viola (1943)
Joseph Martin Kraus (1756-1792) Sonate für Flöte und Viola
Helmut Degen (1911-1995) Sonate für Flöte und Viola
Frank Michael 6 Miniaturen op. 31/1 für Altflöte und Viola (1970)
Rudi Spring (*1962) Phantasiestücke für Flöte/Altflöte und Viola (1989/90)
Jared Beynon Chocolat Moose für Flöte und Kontrabass
 
Kinderkonzert: "Der verlorene Ton" u.v.m.
 

 

 

Programmvorschlag

Pierre Max Dubois

(1930-1995)

5 Mouvments Brefs (1970)

für Flöte, Viola und Kontrabass

- Marche - Allegro

- Elegie - Andante

- Intermede - Allegretto

- Valse lente

- Grotesque - Vivo

Franz Anton Hoffmeister

(1754-1812)

Duo concertante

für Flöte und Viola

- Allegro

- Romance

- Allegretto

Jens Josef

(*1967)

Musik für Flöte(n), Viola und Kontrabass

nach dem Bild von Pablo Picasso

("Bildnis seiner kleinen Tochter")

Uraufführung

- Allegretto concertante

- Wie ein feierlicher Tanz

- Intermezzo - Tempo di Valse

- Finale - Capriccioso

PAUSE
Teppo Hauta-Aho

(*1941)

"Cadenza" (1985)

für Kontrabass solo

Erwin Schulhoff

(1894-1942)

Concertino per Flauto, Viola e Contrabasso (1925)

- Andante con moto

- Furiant - Allegro furioso

- Andante

- Rondino - Allegro gaio

 

Pierre Max Dubois, in Frankreich geboren, studierte am Pariser Konservatorium Komposition bei Darius Milhaud. In seinen Werken, oft für ungewöhnliche Instrumentenkombinationen, finden sich häufig Elemente aus dem Jazz. 1955 wurde er für seine Kantate "Le Rire de Gargantua" mit dem Prix de Rome ausgezeichnet, 1964 erhielt er für seine Sinfonie Serenade den Grand Prix der Stadt Paris. Er war Professor für Analyse am Pariser und Quebecer Konservatorium und auch als Dirigent sehr gefragt.

 

Franz Anton Hoffmeister, ein Zeitgenosse Mozarts, gehört zu der großen Reihe der Komponisten, die neben den Wiener Großmeistern wirkten und den Publikumsgeschmack oft in weit höherem Maße trafen als jene. Bei Hoffmeisters Musik handelt es sich um gekonnte, wenn auch leichte Unterhaltungsmusik. Nach einem Jurastudium wandte er sich ganz der Musik zu und wurde einer der namhaftesten Musikverleger in Wien, später in Leipzig. Mehr künstlerisch als kaufmännisch veranlagt, erlitt er häufig finanzielle Fehlschläge. Nach der Gründung des Leipziger "Bureau de Musique", wurden in großzügiger Weise ganze Werkserien der größten Meister aufgelegt, wie die berühmte Gesamtausgabe der Werke J. S. Bachs für Klavier und Orgel. Hoffmeister komponierte Sinfonien, Opern und vor allem Kammermusik, darunter zahlreiche Werke für Flöte.

 

Jens Josef, Komponist und Flötist, studierte an der Musikhochschule Frankfurt Komposition bei Gerhard Müller-Hornbach und Karl-Josef Müller, sowie Flöte bei Paul Dahme und Peter Brock. 1992/93 war er Flötist an der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Seitdem lebt er freischaffend als Komponist und Flötist. Seit Oktober 2000 hat er einen Lehrauftrag für Flöte an der Musikakademie in Darmstadt inne. Sein Werkverzeichnis umfasst Kammermusik, Orchesterwerke, Vokalwerke und das Oratorium "Vor langer Zeit". Seine Musik wurde u. a. in Frankfurt, München, Moskau und Mexiko-City aufgeführt. Die Komposition "Musik für Flöte(n), Viola und Kontrabass", angeregt durch das Bild von Picasso "Bildnis seiner kleinen Tochter", gliedert sich in vier Sätze, durch die sich ein tonales Motiv wie eine "idee fixe" zieht. Der erste Satz arbeitet mit kontrastierenden Elementen, die zusammengefügt werden. Dem zweiten Satz liegt die Vorstellung einer feierlichen Handlung zugrunde. Der dritte Satz ist eine Collage aus drei Walzerthemen und der vierte läßt nach und nach ein wohlbekanntes Volkslied erklingen. Neben dem schon erwähnten tonalen Motiv ist ein wichtiger formaler Gedanke der Einsatz ständig höherer Flöten, also von der Bass- bis zur Piccoloflöte.

 

Der finnische Komponist Teppo Hauta-Aho lässt in seiner "Cadenza" für Kontrabass die vielfältigen Spielmöglichkeiten und das reiche Klangspektrum des Instrumentes entdecken.

 

Erwin Schulhoffs ausgelassenes und funkelndes Concertino entstand innerhalb von vier Tagen. Er verglich sein von slawischer Folklore inspiriertes Werk mit Volksfesten des östlichen Teiles der Tschechoslowakei, wo die Leute in "heiteren Moll-Tonarten" sangen und tanzten. So ist z. B. die Begleitfigur zu Beginn des ersten Satzes der russisch-orthodoxen Liturgie entnommen, während die dazugehörige schwebende Melodie in der Flöte nach dem Muster eines altslawischen Liedes erklingt. Der zweite Satz ist im Zeitmaß des tschechischen Tanzes "Furiant" gehalten. Das Thema des langsamen Satzes basiert auf einer karpathorussischen Liebesweise, das Rondino verwendet den Gesang eines karpathorussischen Bärentreibers; ein lustiger musikalischer Jahrmarkt im slawischen Ton! Schulhoff schreibt über sich selbst: "Meine musikalische Veranlagung erkannte Antonin Dvorak. Auf dessen Empfehlung erhielt ich den ersten Klavierunterricht". Nach dem Studium in Leipzig und Köln fand er als Komponist, Pianist und Jazz-Improvisator internationale Anerkennung. Er starb 1942 im Internierungslager Würzburg in Bayern, gleichermaßen geächtet und verfolgt wegen seiner politisch linksorientierten Gesinnung und wegen seiner sogenannten "entarteten" Musik.